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Wie Gott mir den Arsch gerettet hat und ich zum Glauben fand


28. April 2026

Die Story klingt schräg. Hätte ich früher gesagt. Als Geld noch mein Gott war und ich fett Karriere in der Wirtschaft machte.
Sehr schräg.
Mein ganzes Leben habe ich schon irgendwas gesucht, was mich weiterbringt, mir Halt gibt.
Meine Familie war es jedenfalls nicht. Kein Ort, an dem ich Halt fand.


Ja, liest Du richtig.

So lange ich im Hamsterrad lief, war ich gut für alle.

Meine Mutter konnte sich mit mir schmücken, der Vater meiner Kinder sich an mir abarbeiten.

Praktisch und gut für alle, nur nicht für mich.

Dann stieg ich aus dem Hamsterrad aus.
Karriere an den Nagel gehängt.
Wirtschaft komplett weg.

Beziehung zum Kindsvater hatte ich schon vorher aufgekündigt.
Ich kümmerte mich um mich, arbeitete mir nicht mehr den Arsch ab, sondern lebte von Abfindung und Optionshandel.

Die Kinder zogen zum Vater. Offizielle Lesart: Mütter und Teenagertöchter sind halt kompliziert.
Familienhund bei mir.


Familienhund in ein besseres Leben gegeben.
Neuen Macker gefunden.
Wechseljahre.
Übrigens kein Vergnügen.
Alle reden von schwierigen Geburten.
Die waren Sonntagsspaziergänge im Vergleich zu den Wechseljahren.

Dann meine erste wütende Diskussion mit meiner Mutter. Mit 50. Über den Hund.

Meine Mutter drehte sich um, verbündete sich mit meinem Ex und feierte Weihnachten mit ihm, den Enkelkindern und meiner Ex-Schwiegermutter.

Kann man sich nicht ausdenken.

Meine Kinder: Loyalitätskonflikt.
Wollen keinen Kontakt mehr mit mir.

Neuer Macker disqualifiziert sich.
Ich also alleine. So richtig alleine.
Depression.

Dann Meditationsretreat. 10 Tage Stille. Kein Kontakt zu anderen.
Viel Zeit, um über mich selbst nachzudenken. Viel Todessehnsucht.
Ich schedule meinen Exit. Das Retreat noch und das Wochenende bei einer Freundin.
Dann raus und weg. Fertig mit dieser Inkarnation. Ich war fest entschlossen.

Ich konnte nicht mehr ertragen: eigene Mutter verrät dich, eigene Kinder weg. Zu viel.

Und ich habe schon so einiges überstanden in meinem Leben.
Schlaganfall. Bypassoperationen.

Bin durch. Flasche leer.

Ich glaube, das war der Moment, da hat Gott sich gedacht: Nee!

Rumänien. Am Fuß der Karpaten. Siebenbürgen. Zwei-Stunden-Meditation.

Mein Kopf kommt ins Licht. Goldenes Licht und absolute Liebe. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl.
Ich bin und ich sehe. Habe Verbindung zu meinem Vater und rede mit ihm. Er starb 2013.
Purer Frieden.
Nach ein paar Minuten falle ich raus. Zurück ins echte Leben.

Das Gefühl ist immer geblieben. Verbundenheit und Liebe. Von Gott getragen.
Das gibt es. Ja.

Zurück in Berlin fange ich an, in die kleine Dorfkirche ums Eck zu gehen. Für Stille während der offenen Kirche. Und dann in die Gottesdienste.
Ich habe Gott erfahren. Er hat mir den Arsch gerettet.
Heute, zwei Jahre danach, sind Gott und mein Glaube aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken.

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